Der Glöckner von Notre Dame

Einer der schönsten Filme unserer Zeit LIVE als Musical. Der Glöckner von Notre Dame wurde 1996 von Disney adaptiert und beruht auf dem 1831 veröffentlichen, gleichnamigen Roman von Victor Hugo. Ab dem 24. April läuft das Musical bis Februar 2019 im Stage Apollo Theater in Stuttgart.

Im Mittelpunkt des Stücks steht die katholische Kathedrale Notre-Dame de Paris. Das Gebäude wurde von 1163 bis 1345 errichtet – ja, damals hat das noch einen Tick länger gedauert. Wenn man darüber nachdenkt, was das bedeutet, lernt man echte Respekt vor der architektischen Leistung. Wissenschaftler betitel die durchschnittliche Lebensdauer einer Generation auf 31,7 Jahre. Das bedeutet, dass fast 6 Generationen am Bau des atemberaubenden Gebäudes beteiligt waren. Wahnsinn.

Kathedrale Notre Dame de Paris

Der Glöckner von Notre Dame – Handlung

Wir befinden uns in Paris. Die Geschichte beginnt mit Clopin, einem Zigeuner der umstehenden Kindern eine Geschichte erzählt. Wir springen zu einer Mutter und ihrem Kind, die in der Kathedrale Notre-Dame de Paris Zuflucht suchen. Doch bevor sie hineingelangen, werden sie von Richter Claude Frollo abgefangen, der die Mutter von den Stufen des Kircheneingangs wirft. Die Mutter überlebt den Sturz nicht und der Erzdiakon verurteilt Frollo das Kind aufzuziehen. Der entscheidet sich das Kind in den Turm der Kathedrale zu sperren, wo es nie von einem Menschen gesehen werden soll.

Wir springen 20 Jahre in die Zukunft, in der Quasimodo ein junger Mann ist. Durch seine Missbildungen und seinen starken Buckel ist er jedoch kein besonders stattlicher Mann. Im Turm kann er es dennoch nicht mehr aushalten. Er will das Fest der Narren auf dem Marktplatz besuchen, wird jedoch von Stiefvater Frollo gemaßregelt. Auf Drängen seiner Freunde, der Wasserspeier entscheidet sich Quasimodo dennoch das Fest zu besuchen.

Erst scheint diese Entscheidung ein voller Erfolg, doch nach kurzer Zeit sticht Quasimodo aus der Masse heraus. In einem riesigen Tumult wird er von der sich gegenseitig aufschaukelnden Menge einer Tortur unterzogen. Das schöne Zigeunermädchen Esmeralda zeigt initiative und flüchtet mit Quasimodo zur Kathedrale. Der Grundstein für eine Liebesgeschichte ist gelegt.

Über Details zum Musical informiert der SWR in einem Beitrag. Hier kommt auch Hauptdarsteller David Jakobs zu Wort, für den es „ein Schmaus (ist), das singen zu dürfen.“

https://www.youtube.com/watch?v=rBr_MaRZQSw

Der Roman

* Achtung Spoileralarm *

Grundsätzlich orientiert sich das Musical an der Disney-Fassung, die durchaus kindgerecht ist. In einigen Teilen wurde der Roman hier nämlich gekürzt. Der wohl drastischste Unterschied zur Verfilmung von Disney ist das Ende. Hier wird das Stück vom Drama zur Komödie. Während in Victos Hugos Roman Esmeralda, Frollo und Quasimodo am Ende alle sterben, rundet Disney die Geschichte mit einem schönen Happy End ab, unter dem nur Antagonist Frollo leiden muss.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Roman und Disney ist die Darstellung des Frollo. Während der Roman eine komplexe Persönlichkeit aufbaut, deren Motive der Leser klar nachvollziehen kann, beschränkt sich Disney auf einen typischen Bösewicht. Für Kinder deutlich leichter zugänglich und vermutlich auch die Darstellung, die das Musical aufgreifen wird.

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